4K Monitor für PS5 und Xbox Series X 2026: HDMI 2.1, 120 Hz und VRR
- 🛒 Die fünf Modelle auf einen Blick
- 🎮 Was ein 4K Monitor für PS5 und Xbox Series X können muss
- 🔧 Die Falle: HDMI 2.1 im Datenblatt, 24 Gbit/s im Anschluss
- 🎯 PS5 und Xbox Series X: wo sie sich unterscheiden
- 📊 Die fünf Bildschirme im Detail
- 💡 Einstellungen, die nach dem Auspacken zählen
- ❓ FAQ zum 4K Monitor für PS5 und Xbox
- 🔗 Quellen und Stand
Ein 4K Monitor für PS5 und Xbox Series X steht und fällt mit einer einzigen Zahl, die fast nie im Datenblatt steht: der Bandbreite des HDMI-Anschlusses. 4K mit 120 Hz, VRR und ALLM setzen HDMI 2.1 voraus – aber „HDMI 2.1" auf der Verpackung heißt nicht, dass der Anschluss auch 48 Gbit/s überträgt.
Diese fünf Bildschirme decken Einstieg, Preis-Leistung und Oberklasse ab. Dazu erklären wir, woran du eine zu schmale Leitung erkennst, bevor du kaufst.
🛒 Die fünf Modelle auf einen Blick
| Modell | Größe und Panel | Auflösung, Hz | HDMI | Stärke an der Konsole | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Gigabyte M28U | 28 Zoll, SS-IPS | 4K, 144 Hz | 2× HDMI 2.1, 24 Gbit/s | Günstigster Weg zu 4K mit 120 Hz | Einstieg |
| LG UltraGear 27GR93U-B | 27 Zoll, IPS | 4K, 144 Hz | 2× HDMI 2.1 | Höchste Schärfe pro Zoll | Preis-Leistung |
| Samsung Odyssey G7 G70D | 32 Zoll, IPS | 4K, 144 Hz | 2× HDMI 2.1 | Große Fläche plus Gaming Hub | Preis-Leistung |
| Sony INZONE M9 II | 27 Zoll, IPS mit Full-Array-Dimming | 4K, 160 Hz | 2× HDMI 2.1 | Von Sony auf PS5 abgestimmt | Oberklasse |
| LG UltraGear OLED 32GS95UE-B | 32 Zoll, W-OLED | 4K, 240 Hz | 2× HDMI 2.1, 48 Gbit/s | Echtes Schwarz, volle Bandbreite | Premium |
Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen – für dich ändert sich am Preis nichts. Monitorpreise schwanken stark, deshalb nennen wir bewusst keine Beträge: bitte den aktuellen Preis auf Amazon prüfen.
🎮 Was ein 4K Monitor für PS5 und Xbox Series X können muss
Vier Merkmale entscheiden, und alle vier hängen am HDMI-Anschluss. Sony schreibt in der eigenen Support-Anleitung zur Auflösung, die PS5 „unterstützt die HDMI 2.1-Spezifikation sowie eine Videoausgabe in 4K mit 120 Hz". Microsoft listet für die Xbox Series X in den technischen Daten „1 × HDMI 2.1-Anschluss", „Bis zu 120 BpS", „Automatischer Modus für niedrige Latenz", „Variable HDMI-Bildwiederholrate" und „AMD FreeSync".
Übersetzt heißt das: 4K120 braucht HDMI 2.1 auf beiden Seiten. VRR gleicht die Bildwiederholrate an schwankende Bildraten an und tilgt das Ruckeln, wenn ein Spiel unter 60 Bilder pro Sekunde rutscht. ALLM schaltet den Bildschirm automatisch in den Spielmodus, sobald die Konsole angeht – das spart dir zweistellige Millisekunden Eingabeverzögerung, ohne dass du etwas umstellst.
Der vierte Punkt ist das Kabel. Sony empfiehlt für ALLM und 4K mit 120 Hz ausdrücklich das der Konsole beiliegende Kabel oder „ein Ultra-High-Speed-Kabel". Ein altes High-Speed-Kabel aus der PS4-Zeit bricht bei 4K120 einfach weg, oft mit sporadischen Bildaussetzern statt einer klaren Fehlermeldung.
🔧 Die Falle: HDMI 2.1 im Datenblatt, 24 Gbit/s im Anschluss
Hier liegt der teuerste Fehlkauf. Der HDMI Licensing Administrator schreibt in seinem eigenen Blogbeitrag unmissverständlich: „Support for each HDMI 2.1 feature is optional." Ein Gerät darf sich HDMI 2.1 nennen, auch wenn es nur die alte TMDS-Übertragung mit 18 Gbit/s beherrscht – es muss lediglich offenlegen, welche Funktionen es tatsächlich unterstützt.
Praktisch gibt es HDMI-2.1-Anschlüsse mit 24, 32, 40 und 48 Gbit/s. Wie viel davon du brauchst, lässt sich ausrechnen. Die folgenden Werte sind unsere eigene Rechnung aus Bildpunkten, Bildrate und Farbtiefe, ohne Austastlücken und Leitungskodierung:
| Signal | Farbtiefe und Abtastung | Reine Bilddatenrate | Passt in 24 Gbit/s? |
|---|---|---|---|
| 4K, 60 Hz | 8 Bit, 4:4:4 | 11,94 Gbit/s | ja, mit Reserve |
| 4K, 120 Hz | 8 Bit, 4:2:0 | 11,94 Gbit/s | ja, aber weiche Farbkanten |
| 4K, 120 Hz | 10 Bit, 4:2:0 | 14,93 Gbit/s | ja, Farbe halbiert |
| 4K, 120 Hz | 8 Bit, 4:4:4 | 23,89 Gbit/s | rechnerisch knapp, praktisch nein |
| 4K, 120 Hz | 10 Bit, 4:4:4 | 29,86 Gbit/s | nein |
Rechnung: 3.840 × 2.160 Bildpunkte ergeben 8.294.400 Pixel, mal 120 Hz sind 995,3 Millionen Pixel pro Sekunde, mal 30 Bit für 10 Bit je Farbkanal ergibt 29,86 Gbit/s. Dazu kommen Austastlücken und Leitungskodierung, die real noch einmal zweistellig prozentual draufschlagen. Ein 24-Gbit/s-Anschluss kann 4K120 also nur liefern, wenn er Farbinformationen wegwirft oder das Bild per DSC komprimiert.
Genau das siehst du am Gigabyte M28U. Gigabyte gibt selbst an: „HDMI 2.1 (support 4K 144Hz 4:4:4 @ DSC enabled oder 4K 144Hz 4:2:0)". Das Testportal Display Ninja misst dazu 24-Gbit/s-Ports und beschreibt die Folge für die Konsolen: Die Xbox Series X bekommt volle 10 Bit mit 4:4:4, weil sie DSC beherrscht. Die PS5 fällt dagegen auf 4:2:0 zurück – Text auf farbigem Hintergrund franst dadurch sichtbar aus. Dieser Unterschied steht in keinem Verkaufsdatenblatt.
🎯 PS5 und Xbox Series X: wo sie sich unterscheiden
Beide Konsolen wollen HDMI 2.1, aber sie sind unterschiedlich streng. Sony nennt im PlayStation Blog zur VRR-Einführung als Voraussetzung ausdrücklich „HDMI 2.1 VRR-compatible TVs and PC monitors". Die PS5 spricht also nur HDMI-Forum-VRR. Microsoft führt für die Xbox Series X dagegen sowohl „Variable HDMI-Bildwiederholrate" als auch „AMD FreeSync" auf – die Xbox nimmt damit auch Adaptive-Sync-Monitore an, die kein HDMI-Forum-VRR können.
Für dich heißt das: Ein günstiger Bildschirm mit FreeSync über HDMI 2.0 liefert der Xbox ein tearingfreies Bild, der PS5 nicht. Wer beide Konsolen am selben Gerät betreibt, braucht deshalb zwingend echtes HDMI-Forum-VRR und nicht nur ein FreeSync-Logo.
Beim Rest sind sich die Systeme ähnlicher, als es die Marketingfolien nahelegen. Beide geben 4K, 1440p und 1080p aus, beide beherrschen ALLM. Und beide erreichen 120 Hz in 1440p schon über HDMI 2.0 – 4K mit 120 Hz ist der einzige Modus, der zwingend HDMI 2.1 verlangt. Wenn du ohnehin überwiegend Aufbau- und Survivalspiele wie The Planet Crafter auf der PS5 spielst, die im Qualitätsmodus bei 30 oder 60 Bildern laufen, ist ein sauberer VRR-Bereich wichtiger als die letzten 24 Hertz.
📊 Die fünf Bildschirme im Detail
Gigabyte M28U – der ehrliche Einstieg
28 Zoll, 3840 × 2160, 144 Hz, SS-IPS-Panel, 300 cd/m² typisch, 1.000:1 statisch, 94 Prozent DCI-P3, DisplayHDR 400, FreeSync Premium Pro und KVM-Umschalter – alles Herstellerangaben von Gigabyte. Zwei HDMI 2.1 und ein DisplayPort 1.4. Gigabyte schreibt selbst „144Hz (120Hz für Konsolen").
Dafür: günstigster seriöser Weg zu 4K mit 120 Hz, KVM ist für PC plus Konsole am selben Schreibtisch praktisch. Dagegen: nur 24 Gbit/s laut Display Ninja, an der PS5 also 4:2:0 statt 4:4:4; 1.000:1 Kontrast lässt dunkle Szenen grau wirken; keine Höhenverstellung in der Grundvariante.
LG UltraGear 27GR93U-B – Schärfe auf kleiner Fläche
27 Zoll, 4K, 144 Hz, IPS, rund 400 cd/m², 95 Prozent DCI-P3, DisplayHDR 400, G-Sync Compatible und FreeSync Premium, zwei HDMI 2.1 und ein DisplayPort 1.4 (LG). Als zweite Quelle nennt PC Monitors 1.000:1 statisch und 500 cd/m² HDR-Spitze, das Testportal Monitor Nerds maß 1.145:1 Kontrast und 389 cd/m² im SDR-Betrieb sowie 4K mit 120 Hz an PS5 und Xbox Series X.
Dafür: rund 163 Bildpunkte pro Zoll, die schärfste Darstellung im Feld; ausgereifte Ergonomie. Dagegen: HDR ist bei 400 cd/m² ohne lokales Dimmen nur ein Etikett; kein USB-C; 27 Zoll sind für 4K auf Sofadistanz klein.
Samsung Odyssey G7 G70D – viel Fläche, wenig Kabelsalat
32 Zoll, 4K, 144 Hz, IPS, 350 cd/m², 1.000:1 statisch, DisplayHDR 400, HDR10+ Gaming, FreeSync Premium, zwei HDMI-Anschlüsse, ein DisplayPort, dazu Gaming Hub mit WLAN und Bluetooth (Samsung). Die Datenbank von testberichte.de führt beide HDMI-Ports als HDMI 2.1 mit 144 Hz bei 3840 × 2160.
Dafür: 32 Zoll sind an der Konsole die angenehmste 4K-Größe; über den Gaming Hub laufen Cloud-Dienste ohne zweite Box. Dagegen: HDR bleibt rudimentär, der Bildschirm zieht im Betrieb rund 33 Watt, und kein USB-C. Smart-Funktionen bedeuten außerdem ein Gerät mehr im Heimnetz.
Sony INZONE M9 II – der PS5-Spezialist
27 Zoll, 4K, 160 Hz, IPS mit Full-Array-Dimming, über 95 Prozent DCI-P3, 750 cd/m² Spitzenhelligkeit, zwei HDMI 2.1 und ein DisplayPort 2.1 (Sony). PC Monitors nennt als zweite Quelle 96 Dimming-Zonen in einem 12-×-8-Raster, 400 cd/m² typisch, 1.000:1 statisch und DisplayHDR 600. Sony bewirbt das Zusammenspiel mit PS5 und PS5 Pro über „VRR and Tone Mapping with HDR auto via HDMI 2.1 connectivity".
Dafür: der einzige Bildschirm im Feld, den der Konsolenhersteller selbst auf seine Konsole abstimmt; echtes lokales Dimmen statt HDR-Aufkleber. Dagegen: 96 Zonen sind grob, Lichthöfe um helle Objekte bleiben sichtbar; der Aufpreis gegenüber dem LG ist erheblich; DisplayPort 2.1 läuft nur mit UHBR10 und damit eingeschränkter Bandbreite.
LG UltraGear OLED 32GS95UE-B – wenn nichts fehlen darf
32 Zoll, 4K mit 240 Hz, umschaltbar auf 1080p mit 480 Hz, W-OLED mit 0,03 ms, DisplayHDR True Black 400, G-Sync Compatible und FreeSync Premium Pro (LG). Display Ninja bestätigt als zweite Quelle zwei HDMI-2.1-Anschlüsse mit vollen 48 Gbit/s, 98,5 Prozent DCI-P3, echte 10 Bit sowie gemessene 1.300 cd/m² im 3-Prozent-Fenster, 800 cd/m² bei 10 Prozent und 275 cd/m² im Vollbild. Die Garantie deckt Einbrennen zwei Jahre ab.
Dafür: als einziges Modell hier volle 48 Gbit/s, also 4K120 in 10 Bit und 4:4:4 ohne Kompromiss; pixelgenaues Schwarz. Dagegen: 275 cd/m² im Vollbild sind in hellen Räumen wenig; Display Ninja beschreibt VRR-Flackern in dunklen Szenen bei schwankender Bildrate; statische Konsolen-HUDs bleiben ein Einbrennrisiko.
💡 Einstellungen, die nach dem Auspacken zählen
Ein 4K Monitor für PS5 und Xbox liefert ab Werk selten sein bestes Bild. An der PS5 gehst du in die Bildschirmeinstellungen und lässt die Konsole die Fähigkeiten des Geräts neu einlesen, bevor du 120 Hz und VRR aktivierst. An der Xbox Series X prüfst du unter den Anzeigeoptionen, ob 4K, 120 Hz, VRR und ALLM tatsächlich als unterstützt gemeldet werden – erkennt die Konsole eine Funktion nicht, liegt es fast immer am Kabel oder am falschen HDMI-Port.
Zweiter Punkt: Viele Bildschirme führen nur einen ihrer HDMI-Anschlüsse mit voller Bandbreite. Steckst du am falschen Port, verschwindet 120 Hz kommentarlos aus der Liste. Und wer parallel aufnimmt, braucht eine Karte, die 4K120 durchschleift – das haben wir im Guide zum Gameplay aufnehmen an PS5 und Xbox auseinandergenommen.
Ein interessanter Nebenbefund zum Thema Prioritäten: Sony hat im November 2025 einen eigenen 27-Zoll-Gaming-Monitor mit PlayStation-Branding vorgestellt – und der löst nicht in 4K auf, sondern in 2560 × 1440 mit bis zu 120 Hz an PS5 und PS5 Pro. Selbst der Konsolenhersteller hält 4K also nicht für die einzig richtige Antwort. Wer am PC spielt und eher Basen baut als Duelle gewinnt, findet die Alternativen in unserem Vergleich der Gaming-Monitore für Survival- und Aufbauspiele.
❓ FAQ zum 4K Monitor für PS5 und Xbox
Welcher 4K Monitor für PS5 ist die sicherste Wahl?
Wer keine Kompromisse will, nimmt den LG UltraGear OLED 32GS95UE-B: volle 48 Gbit/s, also 4K mit 120 Hz in 10 Bit und 4:4:4 ohne Farbunterabtastung. Wer auf die PS5 hin optimiert, aber weniger ausgeben möchte, fährt mit dem Sony INZONE M9 II gut, weil Sony hier Tone Mapping und VRR selbst abgestimmt hat.
Reicht HDMI 2.1 mit 24 Gbit/s für 4K mit 120 Hz?
Nur mit Abstrichen. Rechnerisch braucht 4K120 in 10 Bit und voller Farbabtastung rund 29,9 Gbit/s reine Bilddaten. Ein 24-Gbit/s-Anschluss schafft das nur über DSC-Kompression oder Farbunterabtastung. Die Xbox Series X beherrscht DSC, die PS5 nicht – sie landet an solchen Geräten bei 4:2:0.
Woran erkenne ich vor dem Kauf, wie viel Bandbreite ein Anschluss hat?
An drei Hinweisen: Steht im Datenblatt eine Zahl wie 24, 32, 40 oder 48 Gbit/s, ist sie verbindlich. Fehlt sie, verrät oft die Fußnote „mit DSC" oder „4:2:0", dass die Leitung zu schmal ist. Und der HDMI Licensing Administrator verlangt von Herstellern, die unterstützten HDMI-2.1-Funktionen aufzulisten – findest du diese Liste nicht, frag beim Hersteller nach.
Sind 144 oder 240 Hz an der Konsole überhaupt nutzbar?
Nein. PS5 und Xbox Series X geben maximal 120 Bilder pro Sekunde aus. Höhere Bildwiederholraten sind reine PC-Reserve. Für die Konsole zählen stattdessen ein breiter VRR-Bereich, echtes HDMI-Forum-VRR und ausreichend Bandbreite – der Rest ist Zahlenkosmetik auf der Verpackung.
🔗 Quellen und Stand
Die Konsolenseite haben wir ausschließlich bei den Herstellern selbst geprüft: die PS5-Anleitung zur Auflösung auf playstation.com, den PlayStation-Blog-Beitrag zur VRR-Einführung, die Vorstellung des PlayStation-Monitors vom 11. November 2025 sowie die technischen Daten der Xbox Series X auf xbox.com. Die Aussage zur Optionalität von HDMI-2.1-Funktionen stammt aus dem Blog des HDMI Licensing Administrator auf hdmi.org.
Alle Gerätedaten sind gegen die Herstellerseiten von Gigabyte, LG, Samsung und Sony geprüft und mit je einer zweiten Quelle abgeglichen: Display Ninja für Bandbreite und gemessene Helligkeit, PC Monitors und Monitor Nerds für Kontrast- und Panelwerte, testberichte.de für die HDMI-Ausstattung des Odyssey G7 G70D.
Als Herstellerangaben gekennzeichnet sind alle Werte aus Datenblättern, insbesondere Kontrast, Helligkeit und HDR-Stufen; wir haben keines der Geräte selbst gemessen. Die Bandbreitentabelle ist unsere eigene Rechnung aus Auflösung, Bildrate und Farbtiefe und lässt Austastlücken sowie Leitungskodierung bewusst außen vor. Preise nennen wir nicht – bitte den aktuellen Preis auf Amazon prüfen. Stand: 13. September 2026.
Noch keine Kommentare. Sei der Erste! 🎮