Wärmeleitpaste für CPU und GPU 2026: die 5 besten Pasten und Pads im Vergleich
- 📊 Vergleich: die 5 besten Wärmeleitpasten für CPU und GPU
- 🔎 Warum die W/mK-Zahl auf der Packung wenig verrät
- 🎮 CPU oder GPU: zwei verschiedene Aufgaben
- 🛠️ Kaufberatung: so findest du die richtige Wärmeleitpaste
- 🧴 Wärmeleitpaste richtig auftragen
- 🕹️ Und die Konsole?
- ✅ Fazit: die beste Wärmeleitpaste für CPU und GPU
- ❓ FAQ: Wärmeleitpaste für CPU und GPU
Die beste Wärmeleitpaste für CPU und GPU ist 2026 nicht die mit der höchsten Zahl auf der Packung, sondern die, die nach einem Jahr voller Gaming-Abende noch genauso sitzt wie am ersten Tag. Für die meisten reicht eine günstige, zähe Wärmeleitpaste wie die ARCTIC MX-7, für eine ältere Grafikkarte lohnt sich ein Phasenwechsel-Pad.
Der Grund ist ein Effekt, den kaum ein Datenblatt erklärt: Beim ständigen Aufheizen und Abkühlen wandert Wärmeleitpaste langsam vom Chip weg. Auf einem Prozessor mit Heatspreader passiert das kaum, auf dem nackten Grafikchip einer Grafikkarte sehr wohl. Genau deshalb braucht die GPU oft eine andere Lösung als die CPU.
📊 Vergleich: die 5 besten Wärmeleitpasten für CPU und GPU
Alle Angaben stammen von den Herstellerseiten und sind gegen einen unabhängigen Test geprüft. Ein Klick auf den Modellnamen führt zur Suche bei Amazon.
| Modell | Typ | Elektrisch leitend | Stärke | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|
| ARCTIC MX-6 | Paste | nein | günstiger Allrounder, auch für Konsolen | Budget |
| ARCTIC MX-7 | Paste | nein | Nachfolger mit mehr Temperaturreserve | Preis-Leistung |
| Noctua NT-H2 | Paste | nein | leicht aufzutragen, Reinigungstücher dabei | Preis-Leistung |
| Thermal Grizzly Duronaut | Paste | nein | auf Langzeitstabilität ausgelegt | Premium |
| Thermal Grizzly PhaseSheet PTM | Phasenwechsel-Pad | nein | kaum Auswandern auf dem Grafikchip | Premium |
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🔎 Warum die W/mK-Zahl auf der Packung wenig verrät
Viele Vergleiche sortieren nach Wärmeleitfähigkeit in W/mK. Das Problem: Jeder Hersteller misst anders, und die Werte sind untereinander nicht vergleichbar. Bezeichnend ist, dass ARCTIC für MX-6 und MX-7 auf der eigenen Produktseite gar keinen W/mK-Wert nennt und stattdessen auf eine FAQ verweist. Auch Thermal Grizzly führt im Datenblatt der Duronaut keine solche Zahl.
Wenn ein Händler trotzdem einen Wert listet, stammt der nicht aus dem Datenblatt des Herstellers. Aussagekräftiger sind drei andere Eigenschaften: ob die Wärmeleitpaste elektrisch leitet, wie zäh sie ist und wie sie sich über viele Heizzyklen verhält. Genau diese drei entscheiden, ob dein Gaming-PC nach einem Jahr noch leise bleibt.
🎮 CPU oder GPU: zwei verschiedene Aufgaben
Auf der CPU sitzt ein Metalldeckel, der Heatspreader. Er verteilt die Wärme, und die Paste muss nur den Spalt zum Kühler füllen. Fast jede gute Wärmeleitpaste leistet das jahrelang. Noctua gibt für seine Pasten eine Nutzungsdauer auf der CPU von bis zu fünf Jahren an.
Auf der GPU liegt der Kühler meist direkt auf dem nackten Chip. Die Fläche ist groß, die Temperatur schwankt zwischen Menü und Bosskampf stark, und der Kühler ist schwer. Das begünstigt den Pump-out-Effekt: Die Wärmeleitpaste wird Zyklus für Zyklus an den Rand gedrückt. Typisches Symptom ist eine GPU, die nach zwei, drei Jahren deutlich lauter wird, obwohl der Staub entfernt ist.
Wer eine schwere Karte verbaut hat, sollte zusätzlich prüfen, ob sie durchhängt – ein geneigter Kühler drückt ungleichmäßig auf den Chip. Passende Halter stehen im Vergleich der Grafikkarten-Stützen gegen Durchhängen.
1. ARCTIC MX-6 – der günstige Allrounder
ARCTIC gibt eine Viskosität von 45.000 Poise, eine Dichte von 2,6 g/cm³ und einen Einsatzbereich von -50 bis 150 Grad an. Die Wärmeleitpaste ist laut Hersteller weder elektrisch leitend noch kapazitiv und ausdrücklich für Direct-Die-Kühlung geeignet, wie sie bei Grafikkarten und Konsolen-Chips vorkommt. Erhältlich in Spritzen mit 2, 4 und 8 Gramm.
- Pro: sehr günstig, laut ARCTIC ohne Einbrennzeit, trocknet nicht aus
- Contra: so zäh, dass sie sich nicht mit dem Spatel verteilen lässt – der Anpressdruck des Kühlers muss das übernehmen
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2. ARCTIC MX-7 – unsere Empfehlung für die meisten
Der Nachfolger kam im Dezember 2025 auf den Markt. ARCTIC nennt 35.000 bis 38.000 Poise, 2,9 g/cm³ und einen Einsatzbereich bis 250 Grad. Laut Hersteller liegt die MX-7 auf einem Intel Core Ultra 9 285K bei 284 Watt rund zwei Kelvin unter der MX-6 – eine Herstellermessung, keine eigene. Igor's Lab bestätigt, dass die Paste näher an teure Konkurrenten heranrückt, ohne deren Preis zu verlangen.
- Pro: nicht leitend, laut ARCTIC gegen Pump-out ausgelegt, als 4-Gramm-Set mit MX-Cleaner-Tüchern erhältlich
- Contra: ebenfalls sehr zäh; Igor's Lab mahnt generell, Werbeversprechen bei Pasten nur mit unabhängigen Messungen zu glauben
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Für CPU und GPU gleichermaßen: günstig, nicht leitend und stabil genug für lange Sessions.
3. Noctua NT-H2 – die einfachste zum Auftragen
Noctua beschreibt die NT-H2 als elektrisch nicht leitende, nicht korrodierende Wärmeleitpaste aus Metalloxid-Mikropartikeln, die bei üblichem Anpressdruck eine dünnere Schicht erreicht als der Vorgänger. Zur 3,5-Gramm-Tube gehören drei Reinigungstücher, zur 10-Gramm-Tube zehn. Eine Einbrennzeit braucht sie laut Hersteller nicht.
- Pro: gutmütig beim Auftragen, Reinigungstücher im Lieferumfang, bis zu fünf Jahre Nutzungsdauer auf der CPU laut Noctua
- Contra: kein Preisbrecher, und für große Grafikchips gibt es mit der Duronaut und dem Pad stabilere Optionen
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4. Thermal Grizzly Duronaut – die Langzeit-Paste
Der Name ist Programm: Thermal Grizzly hat die Duronaut auf Langzeitstabilität ausgelegt und verspricht, dass sie nicht aushärtet. Das Datenblatt nennt eine elektrische Leitfähigkeit von 0 pS/m und als Einsatzgebiet CPUs, GPUs, Notebooks und integrierte Schaltkreise. Tech4Gamers vergibt 9,5 von 10 Punkten und lobt die ausgewogene Konsistenz, merkt aber an, dass Durchschnittsnutzer den Unterschied zu guter Mittelklasse kaum spüren.
- Pro: laut Hersteller keine Aushärtung, leichter zu verteilen als die zähen ARCTIC-Pasten, in 2 und 6 Gramm erhältlich
- Contra: teurer als die übrigen Pasten; der Vorteil zeigt sich erst über Jahre, nicht im Benchmark
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5. Thermal Grizzly PhaseSheet PTM – das Pad für die Grafikkarte
Kein Tubenprodukt, sondern ein Blatt aus Phasenwechselmaterial, 50 mal 40 Millimeter groß. Bei Raumtemperatur ist es fest, oberhalb von 45 Grad wird es flüssig und füllt die Unebenheiten. Beim Abkühlen zieht es sich wieder zusammen – deshalb wandert es laut Thermal Grizzly kaum aus. Die volle Leistung stellt sich nach rund zehn Heizzyklen über 60 Grad ein.
Tech4Gamers hat das Pad auf einer RTX 5080 getestet: Nach sechs Zyklen lag die Durchschnittstemperatur 4 Grad unter dem ersten Durchlauf, und das Pad schlug dort sogar die Duronaut. Ein unabhängiger Test von Igor's Lab ordnet es als Alternative zum bekannten Honeywell PTM7950 ein.
- Pro: nicht leitend, kaum Pump-out, ideal für eine ältere Grafikkarte, die lauter geworden ist
- Contra: fummelig – zuschneiden, kurz kühlen, Schutzfolien lösen; Thermal Grizzly nennt einen hohen Anpressdruck von etwa 300 bis 400 Newton
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Für die GPU, wenn die Karte ein paar Jahre alt ist und die Lüfter im Voicechat hörbar werden.
🛠️ Kaufberatung: so findest du die richtige Wärmeleitpaste
Nicht leitend kaufen. Rund um den Grafikchip sitzen winzige Bauteile. Eine leitfähige Masse wie Flüssigmetall kann dort einen Kurzschluss auslösen und greift zudem Aluminium an. Alle fünf Produkte hier sind laut Hersteller nicht elektrisch leitend.
Für die CPU genügt Mittelklasse. Auf dem Heatspreader macht die teuerste Wärmeleitpaste selten mehr als ein paar Grad aus. Viel wichtiger ist der Kühler selbst – welche Modelle lange Sessions leise durchhalten, steht im Vergleich der CPU-Kühler für den Gaming-PC. Die meisten Kühler bringen ohnehin eine Portion Paste mit, die für den Erstbau reicht.
Für die GPU auf Stabilität achten. Hier lohnt sich eine Paste, die gegen Pump-out ausgelegt ist, oder gleich das Pad. Prüfe vorher die Garantiebedingungen deines Kartenherstellers, bevor du den Kühler abschraubst.
Und der Luftstrom zählt mit. Die beste Wärmeleitpaste bringt wenig, wenn die warme Luft im Gehäuse steht. Wie du das löst, zeigen die Vergleiche der leisen Gehäuselüfter und der PC-Gehäuse mit gutem Airflow.
🧴 Wärmeleitpaste richtig auftragen
- Alte Paste vollständig entfernen, am besten mit Isopropanol oder den beiliegenden Reinigungstüchern.
- Bei der CPU ein Kreuz oder einen erbsengroßen Punkt in die Mitte setzen. ARCTIC empfiehlt für die MX-7 ausdrücklich das Kreuz.
- Bei der GPU die Fläche des Chips vollständig abdecken, denn sie ist länglich und größer als bei der CPU.
- Kühler gerade aufsetzen und die Schrauben über Kreuz anziehen, damit der Druck gleichmäßig wird.
Zu viel ist weniger schlimm als zu wenig, solange die Paste nicht leitet – der Überschuss wird an den Rand gedrückt. Vor dem Umbau lohnt ein Blick auf die Hauptplatine: Die Fassung bestimmt die Kühlerhalterung, mehr dazu im Vergleich der Mainboards für AM5 und Intel.
🕹️ Und die Konsole?
Finger weg bei der PS5: Sony zeigt in den offiziellen Teardown-Videos, dass die PS5 und die PS5 Pro ab Werk Flüssigmetall zwischen Chip und Kühler nutzen. Wer dort normale Wärmeleitpaste nachträgt, ersetzt ein besseres Material durch ein schlechteres. Bei einer lauter gewordenen Konsole hilft in aller Regel zuerst das Reinigen von Lüfter und Kühlkörper.
✅ Fazit: die beste Wärmeleitpaste für CPU und GPU
Für die meisten ist die ARCTIC MX-7 die richtige Wahl: günstig, nicht leitend und auf CPU und GPU gleichermaßen brauchbar. Wer es einfach mag, greift zur Noctua NT-H2, wer das Minimum ausgeben will, zur MX-6.
Für eine GPU, die nach Jahren lauter geworden ist, ist das PhaseSheet PTM die stabilste Lösung, die Duronaut die einfachere. Aktuellen Preis auf Amazon prüfen. Und ob dein frisch gewarteter Rechner reicht, zeigt zum Beispiel unser Überblick zu den Systemanforderungen von Subnautica 2.
❓ FAQ: Wärmeleitpaste für CPU und GPU
Kann ich dieselbe Wärmeleitpaste für CPU und GPU nehmen?
Ja, sofern sie nicht elektrisch leitet. Alle vier Wärmeleitpasten in diesem Vergleich sind laut Hersteller nicht leitend und damit für beide Chips geeignet. Auf der GPU zählt Langzeitstabilität allerdings mehr als auf der CPU.
Wie oft muss ich die Wärmeleitpaste erneuern?
Auf der CPU selten. Noctua nennt bis zu fünf Jahre Nutzungsdauer und empfiehlt einen Wechsel erst, wenn die Temperaturen merklich steigen. Auf dem Grafikchip kann das wegen des Pump-out-Effekts früher nötig sein.
Woran erkenne ich, dass die GPU-Paste nachlässt?
Die Lüfter drehen bei gleicher Last höher als früher, und das Reinigen von Staub bringt keine Besserung. Tools wie HWiNFO zeigen die Chiptemperatur – steigt sie über die Monate deutlich an, ist die Paste ein Kandidat.
Ist ein Phasenwechsel-Pad besser als Wärmeleitpaste?
Auf dem Grafikchip oft ja, weil es kaum auswandert. Auf der CPU ist der Vorteil gering, und das Auftragen ist aufwendiger. Das Pad braucht außerdem einige Heizzyklen, bis es seine volle Leistung erreicht.
Wie lange hält eine geöffnete Tube?
Das hängt vom Hersteller ab. Verschließ die Spritze nach dem Gebrauch und lagere sie kühl – dann reicht eine Tube meist für mehrere Umbauten.
Alle Angaben stammen von den Herstellerseiten und Datenblättern von ARCTIC, Noctua und Thermal Grizzly, geprüft gegen ComputerBase, Igor's Lab, Tech4Gamers und Hardware Asylum. Temperaturwerte sind Hersteller- oder Testangaben, keine eigenen Messungen. Die Angabe zur PS5 stammt aus Sonys offiziellen Teardown-Videos. Verfügbarkeit und Preise bei amazon.de ändern sich laufend. Stand: 22. September 2026.
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