Mini-PC Gaming 2026: drei Empfehlungen von Radeon 890M bis RTX
- 🛒 Drei Gaming-Mini-PCs auf einen Blick
- 💡 Unsere These: Ein RAM-Riegel halbiert deine Bildrate
- 🎮 Was die Grafik im Mini-PC beim Gaming wirklich schafft
- 🧩 Gelötet oder SO-DIMM?
- 🔌 OCuLink und eGPU: der Upgrade-Pfad
- 🔊 Kühlung und Lautstärke unter Dauerlast
- 📊 Die drei Gaming-Mini-PCs im Detail
- ⚠️ Hinweis zu Beelink SER8 und SER9 Pro
- 🎯 Welcher Mini-PC zu deinem Gaming-Setup passt
- ❓ FAQ zu Mini-PC Gaming
- 🔗 Quellen und Stand
Für Mini-PC Gaming unter dem Fernseher reicht ein Gerät mit starker integrierter Grafik, um aktuelle Survival- und Aufbauspiele in 1080p zu spielen – aber nur, wenn Grafik und Arbeitsspeicher zusammenpassen. Der größte Fehler ist nicht die falsche Grafikeinheit, sondern ein einzelner RAM-Riegel, der die Bildrate halbiert.
Wir zeigen drei Klassen, die wir mit Tests von Tom's Hardware, Notebookcheck, Computerbase und Galaxus belegen können: Radeon 890M mit OCuLink, Strix Halo mit Radeon 8060S und einen Mini-PC mit dedizierter RTX-Grafik. Dazu kommt ein Hinweis zu Beelink, das wir derzeit nicht verlinken.
🛒 Drei Gaming-Mini-PCs auf einen Blick
| Modell | Grafik | RAM | eGPU-Anschluss | Lautstärke unter Last | Preisklasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Minisforum AI X1 Pro-470 | Radeon 890M (iGPU) | 2x SO-DIMM, aufrüstbar | OCuLink, 2x USB4 | 32 dBA (Tom's Hardware) | Preis-Leistung |
| GMKtec EVO-X2 | Radeon 8060S (iGPU) | LPDDR5X, fest verbaut | USB4, kein OCuLink | unter CPU-Last hörbar laut | Premium |
| ASUS ROG NUC 15 (RTX 5070 Ti) | RTX 5070 Ti Laptop | 2x SO-DIMM, aufrüstbar | Thunderbolt 4 | ca. 42 dB, Stresstest 48 dB (Galaxus, RTX-5080-Variante) | Premium |
Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen – für dich ändert sich am Preis nichts. Preise für Arbeitsspeicher schwanken 2026 stark, deshalb nennen wir keine Beträge: bitte den aktuellen Preis auf Amazon prüfen und vor allem die Speicherbestückung in der Listung lesen.
💡 Unsere These: Ein RAM-Riegel halbiert deine Bildrate
Integrierte Grafik hat keinen eigenen Videospeicher, sie teilt sich den Arbeitsspeicher mit dem Prozessor. Läuft der nur mit einem Kanal, verhungert die Grafik. Tom's Hardware hat das am Minisforum AI X1 Pro-470 gemessen, der im Test mit nur einem 32-GB-Riegel geliefert wurde. TechRadar bekam ebenfalls ein Gerät mit nur einem Modul.
| Spiel (1080p) | ein Riegel | zwei Riegel |
|---|---|---|
| Borderlands 3, Medium | 29,5 fps | 61,8 fps |
| Shadow of the Tomb Raider, Medium | 25 fps | 48 fps |
| Far Cry 5, Normal | 28 fps | 57 fps |
| Cyberpunk 2077, Steam-Deck-Preset | 27,2 fps | 50,9 fps |
Das ist mehr Unterschied, als dir jede neuere Grafikgeneration bringt. Computerbase hat die Radeon 890M gegen die ältere 780M gemessen: In Cyberpunk 2077 waren es nur 11 Prozent mehr, in 3DMark Steel Nomad Light 22 Prozent. Als Grund nennt Computerbase das Speicherinterface als „primären Flaschenhals“.
Die Kaufregel lautet deshalb: Steht in der Listung „1x 32 GB“, kauf einen zweiten gleichen Riegel dazu oder nimm das Barebone und bestücke es selbst mit zwei Modulen. Grundlagen zu Takt und Kits findest du in unserem Ratgeber zum Arbeitsspeicher.
🎮 Was die Grafik im Mini-PC beim Gaming wirklich schafft
Die drei Grafiklösungen liegen weit auseinander. Die Werte stammen aus verschiedenen Tests mit unterschiedlichen Einstellungen, sie zeigen die Größenordnung, keine exakte Rangfolge.
- Radeon 780M (ältere Klasse, z. B. Beelink SER9 Pro mit Ryzen 7 H 255): Notebookcheck misst in 1080p mit Ultra-Details 22,6 fps in Cyberpunk 2077 und 26,9 fps in Baldur's Gate 3. Für Ultra reicht das nicht, für mittlere Details schon.
- Radeon 890M (AI X1 Pro-470): mit zwei Riegeln rund 48 bis 62 fps in 1080p mit mittleren Details laut Tom's Hardware.
- Radeon 8060S (EVO-X2): Tom's Hardware misst in 1080p 62 fps in Red Dead Redemption 2, 78 fps in Borderlands 3 und 91 fps in Shadow of the Tomb Raider.
- RTX-Laptop-Grafik (ROG NUC): Computerbase ordnet die RTX 5070 Laptop im Schwestermodell ROG GR70 rund ein Drittel unter der Desktop-RTX-5070 ein; Anno 117 lief dort in WQHD auf Hoch mit 54 fps.
Für Survival- und Aufbauspiele wie Anno bedeutet das: Die 890M ist ein 1080p-Mittel-Gerät, die 8060S schafft 1080p auf Hoch, und erst die RTX-Grafik öffnet WQHD mit DLSS. Wer am Fernseher mit Controller spielt, findet passende Pads in unserem Vergleich Gaming Controller PC.
🧩 Gelötet oder SO-DIMM?
Beim GMKtec EVO-X2 ist LPDDR5X-8000 fest verbaut. GMKtec bietet 64, 96 oder 128 GB an – nachrüsten geht nicht, Notebookcheck nennt das als Kritikpunkt. Der Vorteil: GMKtec nennt eine Anbindung mit acht Kanälen, die Single-Channel-Falle gibt es hier nicht. Kauf also gleich so viel, wie du in fünf Jahren brauchst.
Der AI X1 Pro-470 nimmt laut Minisforum zwei SO-DIMM-Riegel bis 128 GB, der ROG NUC 15 laut ASUS zwei Riegel bis 96 GB. Hier kannst du später aufstocken, musst aber auf die Bestückung achten. Platz für Spiele und Mods schaffst du mit einer schnellen NVMe-SSD, die Mini-PCs hier haben dafür mehrere M.2-Plätze.
🔌 OCuLink und eGPU: der Upgrade-Pfad
OCuLink führt PCIe-Lanes direkt nach außen. Damit hängst du später eine Desktop-Grafikkarte in einem externen Dock an den Mini-PC. Von den drei Geräten hat nur der AI X1 Pro-470 einen OCuLink-Anschluss, Minisforum wirbt dabei mit „90 %“ der eGPU-Leistung – das ist eine Herstellerangabe.
Wie viel tatsächlich verloren geht, hängt von der Grafikkarte ab. Notebookcheck berichtet über einen Test aus China mit 3DMark: rund 10 Prozent Verlust bei einer RTX 4070 Ti Super, knapp 23 Prozent bei einer RTX 4090. Die Messung stammt nicht von Notebookcheck selbst, sie zeigt aber die Richtung: Je stärker die Karte, desto mehr bremst der Anschluss. Für eine Mittelklasse-Karte ist OCuLink ein sinnvoller Weg, für eine Highend-Karte baust du besser einen normalen Gaming-PC.
🔊 Kühlung und Lautstärke unter Dauerlast
Unter dem Fernseher hörst du jeden Lüfter. Der AI X1 Pro-470 blieb bei Tom's Hardware mit 28 dBA im Leerlauf und 32 dBA unter Last angenehm leise, die Temperaturen lagen um 70 °C. Minisforum selbst gibt bis zu 45 dB an.
Beim EVO-X2 widersprechen sich die Tests: Notebookcheck nennt ihn unter Volllast „vergleichsweise kühl und leise“, Tom's Hardware fand den Lüfter bei CPU-Last lauter als erwartet, beim Spielen ruhiger. Der ROG NUC 15 ist der lauteste: Galaxus maß an der Variante mit RTX 5080 beim Spielen etwa 42 dB und im Stresstest 48 dB, dazu rund 35 W im Leerlauf. Computerbase schreibt zum Schwestermodell, dass der Leistungsgewinn der schnellen Modi „in extrem ungünstigem Verhältnis“ zur Lautstärke steht – nutze also den leisen Modus.
📊 Die drei Gaming-Mini-PCs im Detail
Minisforum AI X1 Pro-470 – der Leise mit Upgrade-Pfad
Ryzen AI 9 HX 470 mit Radeon 890M, zwei SO-DIMM-Plätze bis 128 GB, drei M.2-Plätze, OCuLink, zwei USB4-Anschlüsse und internes Netzteil laut Minisforum. Tom's Hardware lobt das Metallgehäuse und den leisen Betrieb.
Dafür: sehr leise, internes Netzteil, OCuLink für eine spätere Grafikkarte, RAM aufrüstbar. Dagegen: Testgeräte kamen mit nur einem Riegel, teuer für ein Gerät ohne eigene Grafikkarte.
GMKtec EVO-X2 – die stärkste integrierte Grafik
Ryzen AI Max+ 395 mit Radeon 8060S und 40 Recheneinheiten, LPDDR5X-8000 fest verbaut, Wi-Fi 7, USB4 und laut GMKtec bis 120 W Dauerleistung. Notebookcheck vergibt 88 Prozent.
Dafür: 1080p auf hohen Details ohne Grafikkarte, viel Speicher möglich, laut GMKtec acht Speicherkanäle. Dagegen: RAM nicht aufrüstbar, kein OCuLink, laut Tom's Hardware billig wirkendes Gehäuse und schwer zugängliches Inneres.
ASUS ROG NUC 15 – echte RTX-Grafik im Kompaktformat
Die verlinkte Variante RNUC15JNK9X389A2 kombiniert Core Ultra 9 275HX mit RTX 5070 Ti Laptop, 32 GB DDR5 und 1 TB SSD. ASUS nennt zwei SO-DIMM-Plätze bis 96 GB, ein externes 330-W-Netzteil und Thunderbolt 4. Notebookcheck vergibt der Variante mit RTX 5080 85 Prozent.
Dafür: DLSS und Raytracing, WQHD möglich, werkzeugloses Gehäuse, Computerbase empfiehlt diese Intel-Variante vor dem AMD-Schwestermodell. Dagegen: laut beim Spielen, hoher Verbrauch im Leerlauf, Laptop-Grafik deutlich unter der Desktop-Version, sehr hoher Preis.
⚠️ Hinweis zu Beelink SER8 und SER9 Pro
Beelink ist in Tests gut vertreten: Notebookcheck lobt beim SER8 (Radeon 780M) den Dual-Channel-Speicher ab Werk und den leisen Betrieb, der SER9 Pro mit Ryzen AI 9 HX 370 bringt die Radeon 890M mit gelötetem LPDDR5X. Auf amazon.de fanden wir beide am 1. Oktober nur über Fremdhändler oder gar nicht. Deshalb verlinken wir sie nicht. Wer sie direkt beim Hersteller kauft, achtet auf Garantie und Rückversand.
🎯 Welcher Mini-PC zu deinem Gaming-Setup passt
Leise unter dem Fernseher, später eine Grafikkarte nachrüsten: Minisforum AI X1 Pro-470 – mit zwei RAM-Riegeln. Maximale Grafik ohne externe Karte und viel Speicher für Mods oder lokale KI: GMKtec EVO-X2. WQHD, DLSS und Raytracing im Wohnzimmer: ASUS ROG NUC 15.
Soll das Bild größer werden, passt ein Gaming-Beamer zum Mini-PC. Wer mobil spielen will, schaut sich den Gaming-Laptop-Vergleich an. Für Online-Spiele am Fernseher hilft ein stabiles Gaming-Netzwerk.
❓ FAQ zu Mini-PC Gaming
Reicht ein Mini-PC für aktuelle Spiele?
Mit Radeon 890M für 1080p auf mittleren Details, mit Radeon 8060S für 1080p auf hohen Details. Für WQHD mit Raytracing brauchst du eine RTX-Grafik wie im ROG NUC 15.
Radeon 780M oder 890M – lohnt der Aufpreis?
Kaum. Computerbase misst nur 11 bis 22 Prozent Vorsprung. Ein zweiter RAM-Riegel bringt laut Tom's Hardware deutlich mehr.
Kann ich den RAM im Mini-PC aufrüsten?
Bei SO-DIMM ja, etwa beim AI X1 Pro-470 und beim ROG NUC 15. Bei gelötetem LPDDR5X wie im EVO-X2 nicht – dort gleich die richtige Größe kaufen.
Was bringt OCuLink?
Du kannst eine Desktop-Grafikkarte in einem externen Dock anschließen. Je stärker die Karte, desto mehr Leistung kostet der Anschluss.
Wie laut ist ein Mini-PC beim Spielen?
Je nach Modell sehr unterschiedlich: 32 dBA beim AI X1 Pro-470 laut Tom's Hardware, etwa 42 dB beim ROG NUC 15 laut Galaxus.
Mini-PC oder Gaming-Laptop?
Der Mini-PC bleibt fest am Fernseher stehen, der Laptop bringt Bildschirm und Akku mit. Den Vergleich der Laptop-Klassen findest du in unserem Ratgeber zum Gaming-Laptop.
🔗 Quellen und Stand
Herstellerangaben stammen von Minisforum (AI X1 Pro-470), GMKtec (EVO-X2) und ASUS (ROG NUC 2025, deutsche Datenseite). Gemessene Werte: Tom's Hardware (AI X1 Pro-470, EVO-X2, Radeon 8060S), TechRadar (AI X1 Pro-470), Computerbase (Ryzen AI 9 HX 370 mit Radeon 890M, ROG GR70), Notebookcheck (EVO-X2, ROG NUC 15, Beelink SER8, SER9 Pro, OCuLink-Bericht) und Galaxus (ROG NUC 15). Die OCuLink-Verlustwerte stammen aus einem von Notebookcheck zitierten Fremdtest.
Wir haben keinen der Mini-PCs selbst gemessen. Bildraten aus verschiedenen Tests sind nur grob vergleichbar. Preise nennen wir nicht, bitte auf Amazon prüfen. Stand: 2. Oktober 2026.
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