Mass Effect Fan Story

Der Weg einer Heldin - Eine Mass Effect Geschichte

Der Weg einer Heldin - Eine Mass Effect Geschichte

Diese Geschichte habe ich selbst geschrieben — ohne KI, ohne Hilfsmittel. Zu einer Zeit als es so etwas noch gar nicht gab. Sie entstand aus reiner Liebe zu Mass Effect, meinem Lieblingsspiel. Es ist kein professionelles Werk, aber es ist meines. Ich hoffe es berührt euch ein wenig so wie es mich berührt hat es zu schreiben.


Sie hatten eben Lt. Commander Ashley Williams und Lt. James Vega von der Erde gerettet, nachdem Commander Shepard den Befehl zur Evakuierung gegeben hatte. Die Rettung war nötig, da ein Reaper direkt neben dem Beamstrahl auf der Erde gelandet ist und das Team angegriffen hatte. Lt. Commander Williams hat es dabei schlimm erwischt, auch Lt. Vega sah nicht mehr so fit aus. Shepard wollte niemanden von ihrem Team hier unten, in dieser Hölle, sterben lassen. Williams erinnerte sich wie sie Shepard mit spürbaren Tränen in den Augen anschaute und dachte, dass es das letzte Mal sei — dann schlossen sich die Hangartore.

Ein Beben erschütterte die Normandy. Joker schrie in den internen Schiffsfunk: „Alles festhalten, uns greift ein Reaper an. Ich versuche uns aus seiner Reichweite zu bringen." Wieder eine Erschütterung. Liara rannte gerade vom Mannschaftsdeck in Richtung Kommandodeck zu Joker. Wieder eine Erschütterung — Liara fiel hin, nichts passiert zum Glück. Sie stand auf und rannte weiter. Als sie Joker in Reichweite sah, brüllte sie: „STOPP!!" Mit großem Nachdruck schrie sie: „Wir müssen Shepard holen."

Zwei Stunden zuvor, in London. Shepard betrat gerade die vorgeschobene Basis. Alle Augen fielen auf sie — es schien fast so als ob die Zeit eingefroren wäre. Für die Soldaten, die diese Basis füllten, war Commander Cara Shepard eine Heldin. Sie war der erste Spectre der Menschheit, besiegte den Reaper Sovereign, hielt die Kollektoren auf — und heute stand sie hier, um diesen Krieg zu einem Ende zu führen. Davon war Liara überzeugt.

Plötzlich merkte Liara eine Hand an ihrer Taille und vernahm ein leises aber bestimmtes Flüstern an ihrem linken Ohr: „Jemand zu Hause?" Liara blickte in diese himmelblauen Augen. Diese Augen strahlten so viel Energie und Willenskraft aus. Ihre roten Haare, schulterlang hinter die Ohren gekämmt, leuchteten wie ein Roter Riese.

Liara fragte mit zittriger Stimme: „Das ist es nun?" Shepard blickte ganz tief in Liaras Augen und sagte: „Das Leben hält nie das für uns bereit, was wir uns erhoffen. Aber wir können entscheiden, welchen Weg wir gehen." Liara versank in Trauer: „Shepard, das kann nicht das Ende sein." Cara nahm ihren ganzen Mut zusammen: „Hier und heute muss es ein Ende haben. Dieser Krieg, der vermutlich schon Millionen von Jahren über die Milchstraße wütet, muss hier und jetzt enden." Eine Träne kullerte über Liaras blaue Wangen. „Shepard, ich weiß — aber warum du?" Cara holte tief Luft: „Wer soll es sonst tun?" Liara fiel Cara um den Hals und brach in Tränen aus.

Nach ein paar Minuten fing sich Liara wieder und fragte mit schluchzender Stimme: „Wirst du dich an uns erinnern, wenn du weg bist?" Commander Cara Shepard, die Soldatin, die N7, sackte leicht in die Arme von Liara und flüsterte: „Ich weiß, du lässt mich nicht zurück." Dann fragte Cara streng: „An euch?" Liara schaute sie tränenunterlaufen an: „Dr. Chakwas hat mir vor einer Woche mitgeteilt, dass ich schwanger bin." Cara schaute Liara durch gläserne Augen an. Ein Kloß in ihrer Kehle, größer als die Erde. Mit stark zitternder Stimme fragte sie: „Ist mit euch alles in Ordnung?"

Das ist Commander Cara Shepard — das Wohl aller Lebewesen ging immer vor ihrem eigenen. Liara sagte bestimmt: „Wir sind immer für dich da, vergiss das bitte nie." Cara lächelte, drückte Liara ganz fest und flüsterte ins Ohr: „Warte auf mich. Ich rette kurz die Galaxis und bin gleich für euch da." So eine Lügnerin, dachte Liara — und nahm diese letzten Worte in ihr Herz und verschloss sie, um sie immer nah bei sich zu tragen.

Zurück auf der Normandy brüllte Admiral Steven Hackett durch den Schiffsfunk: „Alle bereit machen — zwei haben es auf die Citadel geschafft. Es geht jeden Augenblick los." Joker funkte zurück: „Weiß man wer es geschafft hat?" Keine Antwort — der Funk war überlastet. Joker klopfte voller Wut auf sein Steuerpult. Dann, eine Stimme: „Es soll sich um Admiral Anderson und Commander Shepard handeln." Joker brüllte ins Mikrofon: „DANKE."

Liara bereitete ein Shuttle vor. Mit Vega und Lt. Steve Cortez machten sie sich auf den Weg zur Citadel — ein Bild der Verwüstung. Die Citadel war in Stücke gerissen. Cortez ortete das Signal von Shepards Allianzmarke. Liara und Vega gruben mit bloßen Händen — 10 Minuten, 30 Minuten. Erste Blasen bildeten sich an ihren Händen. Dann — ein metallisches Objekt. Vega hob es auf und las vor: „Commander Cara Shepard, Allianz Streitkräfte, geboren am 11. April 2154, Dienstnummer: 5923-AC-2826 …" Er unterbrach das Vorlesen und richtete seinen Blick zu Liara, die ihn unter Tränen anschaute.

Liara grub noch intensiver. Sie setzte immer häufiger ihre biotischen Fähigkeiten ein. Nach ein paar Metern brach sie kraftlos zusammen. Vega nahm sie in den Arm: „Sie hat die Marke bestimmt nur verloren" — und drückte Liara die Marke in die Hand. Liara brach in Tränen aus und brüllte voller Wut und Trauer: „Wir lassen dich nicht zurück. Du bist schon einmal gestorben und hast dem Tod ins Gesicht geschaut — warum nicht auch ein zweites Mal." Dann verließen sie die Kräfte.

Vega trug Liara zurück ins Shuttle. Er wusste wann ein Kampf verloren war.

„Diese Momente halten uns vor Augen, dass dieses riesige Universum unendlich ist — aber das Leben endlich."
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Admin

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