Dune Awakening Eigenen Server hosten – Komplette Anleitung auf Deutsch
- Neu in Update 1.5 (17. September 2026)
- Nur solo spielen? Dann brauchst du keinen Server mehr
- Neu in Update 1.4.5.0 (10. Juni 2026)
- Was bedeutet Self-Hosted Server?
- Voraussetzungen
- Schritt 1: Hyper-V aktivieren
- Schritt 2: Token generieren
- Schritt 3: Server-Software über Steam herunterladen
- Schritt 4: Battlegroup einrichten
- Schritt 5: Port-Forwarding einrichten
- Schritt 6: Server-Einstellungen anpassen
- Schritt 7: Freunde einladen
- Alternative: Server mieten statt selbst hosten
- Häufige Probleme und Lösungen
- Häufige Fragen zum eigenen Dune-Awakening-Server
- Was du mit deinem eigenen Server machen kannst
- Zusammenfassung
Einen eigenen Dune Awakening Server hosten kannst du seit Update 1.4 (19. Mai 2026): Deine Welt läuft als Battlegroup in einer virtuellen Maschine auf deinem PC, mit eigenen Regeln für PvP, Sammelraten und Sandwurm. Seit Update 1.5 vom 17. September 2026 kommen Einstellungen aus den ini-Dateien korrekt bei den Spielern an, und Charaktere können von offiziellen Servern auf deinen Server umziehen.
Der Weg dahin ist technisch anspruchsvoller als bei anderen Survival-Spielen. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess — auf Deutsch, ohne Vorwissen vorausgesetzt. Wer nur allein spielen will, braucht seit 1.5 allerdings gar keinen Server mehr; dazu gleich mehr.
Neu in Update 1.5 (17. September 2026)
Update 1.5 (Version 1.5.3.0) ist das erste Update seit dem Start der Self-Hosted Server, das die Einstellungen selbst betrifft. Laut den offiziellen Patchnotes ändert sich für Hoster Folgendes:
- ini-Einstellungen greifen richtig: Private und selbst gehostete Server können ihre Einstellungen über .ini-Dateien ändern, und diese Werte werden jetzt auch korrekt an die verbundenen Spieler übertragen.
- Einstellungen für alle sichtbar: Im Systemmenü gibt es einen neuen Knopf für die Server-Einstellungen. Deine Mitspieler sehen damit, welche Werte auf deinem Server gelten, ändern können sie nichts. Bearbeitet werden die Werte weiter nur über die ini-Dateien.
- Passwort-Fehler behoben: Ein falsches Server-Passwort löst nicht mehr die irreführende Fehlermeldung Q52 zu abgelaufenen Tokens aus, und ein korrektes Passwort wird im Spiel nicht mehr wiederholt abgefragt.
- Bessere Rückmeldung beim Verbinden: Ist eine Welt nicht erreichbar, zeigt der Verbindungsdialog jetzt eine Warnung. Im Server-Browser tauchen Sietches nicht mehr doppelt auf, und die Liste springt beim Aktualisieren nicht mehr nach oben.
- Kein Funcom Launcher mehr: Auf Steam startet das Spiel seit 1.5 direkt, ohne den Zwischenschritt über den Launcher.
Charakter-Umzug: Charaktere von offiziellen Servern dürfen auf private oder selbst gehostete Server wechseln, aber nicht zurück.
Charaktere von privaten Servern können zwischen privaten Servern und auf selbst gehostete Server wechseln, ebenfalls ohne Rückweg. Selbst gehostete Charaktere wechseln frei zwischen selbst gehosteten Servern. Gesicherte Basen und Fahrzeuge kommen mit – sichere sie also vor dem Umzug.
Hotfixes nach Update 1.5: neue ini-Datei und Korrektur
Hotfix 1.5.3.1 vom 19. September 2026 hat für selbst gehostete Server eine neue Datei UserServerCustomSettings.ini eingeführt. Sie liegt laut Patchnotes im steamcmd-Download-Ordner; kopierst du sie in deinen UserSettings-Ordner, werden die neu hinzugefügten Einstellungen aktiv. Hotfix 1.5.3.4 vom 24. September 2026 behebt laut Patchnotes, dass eigene Einstellungen in der ServerCustomSettings.ini auf selbst gehosteten Servern nicht angewendet wurden. Derselbe Hotfix löst Charaktere, die nach einem Umzug zwischen privaten Servern festhingen.
Greifen deine Werte nicht, prüfe zuerst, ob deine Battlegroup mindestens auf 1.5.3.4 aktualisiert ist. Seit Hotfix 1.5.3.6 vom 6. Oktober 2026 lässt sich das Spiel auf Steam außerdem ohne BattlEye starten, wenn du solo oder auf einem privaten oder selbst gehosteten Server spielst, der den Anti-Cheat nicht verlangt.
Nur solo spielen? Dann brauchst du keinen Server mehr
Viele haben den eigenen Server bisher nur aufgesetzt, um ungestört allein zu spielen. Seit Update 1.5 gibt es dafür den offiziellen Einzelspieler-Modus: ohne Hyper-V, ohne VM, ohne Portfreigabe.
Dort stellst du Sammelrate, Erfahrung, Sandwurm, Sandstürme, Basenverfall und vieles mehr direkt im Spiel ein und kannst die Werte jederzeit ändern. Welche Regler wofür taugen, steht im Guide zu den Solo-Einstellungen.
Der Haken: Einzelspieler-Charaktere bleiben im Einzelspieler-Modus und lassen sich nicht auf einen Server übertragen. Willst du später mit Freunden auf deiner eigenen Welt weiterspielen, fang direkt auf dem eigenen Server an.
Neu in Update 1.4.5.0 (10. Juni 2026)
Mit dem Jubiläums-Patch 1.4.5.0 hat Funcom die Hosting-Tools spürbar verbessert — vieles lässt sich jetzt nachträglich ändern, statt nur beim Ersteinrichten:
- IP nachträglich änderbar: Statische IP bzw. DHCP-Einstellung lässt sich jetzt auch nach dem Setup umstellen — vorher nur während der Ersteinrichtung möglich.
- Beworbene IP zum Beitreten: Du kannst jetzt festlegen, mit welcher IP deine Battlegroup zum Beitreten beworben wird, und diese auch nachträglich ändern. Bei einer öffentlichen IP wird sie bei Start/Neustart automatisch aktualisiert — das erspart das ständige manuelle Weitergeben.
- Stabileres Start/Stop: „Stop“ ist erst abgeschlossen, wenn die Battlegroup wirklich komplett heruntergefahren ist, „Start“ erst, wenn alle Dienste bereit sind (wichtig, weil ein IP-Wechsel einen VM-Neustart braucht).
- Mehr Server-Einstellungen: Die Battlegroup-Bearbeitung bietet jetzt Director-Optionen wie „Minimum Servers“ pro Karte — die Werte bleiben über Neustarts hinweg erhalten.
- DHCP-Fix: Ein Fehler, bei dem DHCP trotz statischer IP manchmal eine andere IP vergab und Verbindungen kappte, ist behoben.
Was bedeutet Self-Hosted Server?
Anders als bei Conan Exiles oder Minecraft, wo ein Server eine einzelne ausführbare Datei ist, besteht eine Dune Awakening Welt aus mehreren Servern gleichzeitig. Funcom nennt das Ganze eine „Battlegroup“ — das ist im Grunde deine komplette Spielwelt inklusive Hagga-Becken, Tiefe Wüste (englisch Deep Desert), Overland Map, Arrakeen und Harko Village. All diese Gebiete laufen als separate Instanzen innerhalb einer virtuellen Maschine (VM) auf deinem Rechner.
Das klingt kompliziert, und ehrlich gesagt: Das ist es auch. Aber mit dieser Anleitung bekommst du es hin.
Voraussetzungen
Hardware
Die Mindestanforderungen laut Funcom sind bewusst niedrig gehalten, aber für ein brauchbares Spielerlebnis solltest du großzügiger planen:
Minimum: Intel Core i5-8400 oder AMD Ryzen 5 1600, 20 GB RAM, 100 GB SSD. Damit kannst du allein oder mit 2–3 Freunden spielen, allerdings mit spürbaren Performance-Einschränkungen.
CPU mit AVX2: Dein Prozessor muss die AVX2-Instruktionen unterstützen. Das tun praktisch alle gängigen CPUs der letzten Jahre (Intel ab Haswell/4. Generation, AMD ab Ryzen) — die beiden oben genannten erfüllen das problemlos. Sehr alte oder besonders sparsame CPUs können hier aber scheitern.
Empfohlen: Moderner 6-Kern-Prozessor, 32–64 GB RAM, NVMe SSD. Damit läuft die Battlegroup flüssig für 4+ Spieler. RAM ist der entscheidende Flaschenhals — je mehr, desto besser. Welche Kits sich zum Aufrüsten lohnen, steht im Vergleich der Arbeitsspeicher-Kits fürs Gaming; die passende schnelle Platte findest du im Vergleich der NVMe-SSDs für den Gaming-PC.
Wichtig: Wenn du auf dem gleichen PC spielen und hosten willst, brauchst du noch mehr RAM. Das Spiel selbst benötigt ca. 16 GB. Mit einer 20-GB-VM bist du dann bei über 36 GB Gesamtbedarf. Plane mindestens 48 GB ein, besser 64 GB. Tipp: Mit der weiter unten beschriebenen Swap-Memory-Option lässt sich der RAM-Bedarf deutlich senken.
Software
Windows 10 oder 11 Pro (64-Bit) — die Pro-Version ist Pflicht, weil nur sie Hyper-V unterstützt. Die Home-Edition reicht nicht. Nimm für einen neuen Server Windows 11 Pro: Microsoft hat den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 beendet, seitdem gibt es dort ohne kostenpflichtige Zusatzprogramme keine Sicherheitsupdates mehr. Für einen Rechner, der mit offenen Ports im Internet hängt, ist das ein unnötiges Risiko. Läuft auf deinem PC noch Windows 10 Pro, funktioniert Hyper-V technisch weiterhin, ein Upgrade auf Windows 11 ist aber die bessere Wahl.
Hyper-V — Microsofts eingebauter Hypervisor, der virtuelle Maschinen erstellt und verwaltet. Muss aktiviert werden (Anleitung folgt unten). Zusätzlich muss die Hardware-Virtualisierung im BIOS aktiv sein.
Steam — Die Server-Software wird als eigenes Steam-Produkt („Dune: Awakening Self-Hosted Server“) über Steam heruntergeladen. Funcom nennt dafür nur Steam; das Community-Wiki und Funcoms Hotfix-Notizen 1.5.3.1 gehen vom Kommandozeilen-Tool SteamCMD aus (Details in Schritt 3).
Netzwerk
Port-Forwarding ist nötig, damit andere Spieler deinen Server finden können. Du brauchst Zugang zu deinem Router und musst bestimmte Ports freigeben. Welche genau, erfährst du weiter unten.
Stabile Upload-Geschwindigkeit: Mindestens 10 Mbit/s Upload. Je mehr Spieler, desto mehr Bandbreite brauchst du. DSL-Anschlüsse mit 1–2 Mbit/s Upload reichen nicht für mehrere Spieler.
Schritt 1: Hyper-V aktivieren
Hyper-V ist in Windows Pro bereits enthalten, muss aber erst eingeschaltet werden. Außerdem muss die Hardware-Virtualisierung im BIOS deines PCs aktiv sein.
BIOS: Virtualisierung einschalten
Starte deinen PC neu und öffne das BIOS (meistens durch Drücken von Entf, F2 oder F10 beim Hochfahren — je nach Mainboard-Hersteller). Suche nach einer der folgenden Einstellungen und stelle sie auf Enabled:
Intel: „Intel Virtualization Technology“ (VT-x) — oft unter Advanced → CPU Configuration zu finden.
AMD: „SVM Mode“ — oft unter Advanced → CPU Configuration.
Speichern und neustarten.
Windows: Hyper-V Features aktivieren
Öffne die Windows-Suche und tippe „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“. Im sich öffnenden Fenster setze Häkchen bei:
Hyper-V (inklusive aller Unterpunkte: Verwaltungstools und Plattform)
Windows-Hypervisor-Plattform
Nach dem Klick auf „OK“ installiert Windows die Features und startet neu. Das kann einige Minuten dauern.
Schritt 2: Token generieren
Für den Betrieb deines Servers brauchst du einen Authentifizierungs-Token von Funcom. Dieser verknüpft deine Battlegroup mit deinem Account.
Gehe auf die offizielle Kontoseite account.duneawakening.com, logge dich mit deinem Funcom-Account ein und generiere einen Token. Kopiere ihn und bewahre ihn sicher auf — du brauchst ihn beim Setup. (Für den Public Test Client gibt es eine separate Test-Umgebung mit eigenem Token; Live- und PTC-Token sind nicht austauschbar.)
Schritt 3: Server-Software über Steam herunterladen
Die Server-Software ist ein eigenes Steam-Produkt namens „Dune: Awakening Self-Hosted Server“. Funcoms Seite „Self Hosted Servers“ sagt nur, dass du das Produkt „on Steam“ herunterlädst. Das Community-Wiki awakening.wiki beschreibt den Download dagegen über das Kommandozeilen-Tool SteamCMD (Befehl app_update 4754530 validate für den Live-Server), und auch Funcoms Notizen zu Hotfix 1.5.3.1 sprechen vom „steamcmd download folder“. Ob der Download über die normale Steam-Bibliothek gleichwertig funktioniert, hat Funcom nicht ausdrücklich beschrieben. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt SteamCMD.
Der Download ist mehrere Gigabyte groß. Nach Abschluss findest du im Installationsordner des Produkts eine Datei namens battlegroup.bat. Diese Datei steuert die komplette Einrichtung und den Betrieb deiner Battlegroup.
Schritt 4: Battlegroup einrichten
Öffne eine Eingabeaufforderung als Administrator (Rechtsklick auf „cmd“ → „Als Administrator ausführen“) und navigiere zum Server-Ordner. Führe die battlegroup.bat aus:
cd C:\pfad\zum\server\ordner
battlegroup.bat
Beim ersten Start steht nur die Option initial-setup zur Verfügung. Wähle sie aus. Der Setup-Assistent bereitet Netzwerk und Ressourcen der VM vor und richtet die Battlegroup ein. Dabei triffst du mehrere Entscheidungen:
VM-Speicher wählen: Wie viel Arbeitsspeicher die VM bekommt, hängt davon ab, wie viele Server deine Battlegroup haben soll. Für Solo/kleine Gruppen reicht weniger, für größere Welten plane mehr ein. Wenn du auf demselben PC spielst, halte den Wert bewusst niedrig.
Swap-Memory (wichtig bei wenig RAM): Es gibt eine experimentelle Swap-Memory-Option, die den Speicherbedarf jedes Servers stark senkt — damit lassen sich Server mit weniger als der Hälfte des ursprünglichen RAM-Bedarfs betreiben. Wählst du beim Setup weniger als 20 GB, schlägt dir der Assistent vor, Swap-Memory zu aktivieren. Für Hosting auf dem Spiel-PC ist das die entscheidende Stellschraube.
Netzwerk-Konfiguration: Das Setup erstellt einen Hyper-V External Virtual Switch. Dabei wird dein Netzwerkadapter möglicherweise umbenannt — zum Beispiel zu „vEthernet (External Switch)“. Das sieht beunruhigend aus, ist aber normal.
Token eingeben: Hier gibst du den Token ein, den du in Schritt 2 generiert hast.
Nach Abschluss des Setups läuft die VM und du hast Zugriff auf weitere Optionen: VM starten/stoppen, das Passwort des dune-Benutzers in der VM ändern und den beim Setup erzeugten SSH-Schlüssel rotieren. Im Bereich der Battlegroup-Befehle kannst du die Battlegroup starten/stoppen, auf die neueste Version aktualisieren und ihren Zustand überwachen.
Seit Update 1.4.5.0 lassen sich außerdem die statische IP bzw. die DHCP-Einstellung und die zum Beitreten beworbene IP nachträglich anpassen — vorher war das nur während der Ersteinrichtung möglich.
Da ein IP-Wechsel einen VM-Neustart erfordert, wurde das Start/Stop-Verhalten zudem robuster gemacht: Ein „Stop“ gilt erst als abgeschlossen, wenn die Battlegroup vollständig heruntergefahren ist, ein „Start“ erst, wenn alle Dienste bereit sind.
Schritt 5: Port-Forwarding einrichten
Damit Spieler von außerhalb deines Netzwerks beitreten können, musst du in deinem Router folgende Ports an die IP-Adresse der VM weiterleiten (nicht an die deines PCs):
7777–7810 UDP — für die Spielserver.
31982 TCP — für RMQ (die interne RabbitMQ-Nachrichtenwarteschlange).
Über die Optionen Port und IGWPort in den Einstellungen lassen sich die Start-Ports der Spielserver ändern — dann musst du deine Portfreigaben entsprechend anpassen. Gib aus Sicherheitsgründen nur die wirklich benötigten Ports frei, um das Risiko für die VM gering zu halten.
Fritzbox-Nutzer: Gehe zu Internet → Freigaben → Portfreigaben und trage die Ports einzeln ein. Ziel ist die IP der VM, nicht die deines Windows-PCs.
Schritt 6: Server-Einstellungen anpassen
Das Beste am eigenen Server: Du bestimmst die Regeln. Es gibt zwei Wege, das Verhalten zu ändern — die Konfigurationsdateien (gelten für alle Server der Battlegroup) und den Battlegroup-Editor (für Einstellungen pro Karte/Server). Anpassen lässt sich unter anderem:
PvP komplett deaktivieren — Perfekt für reine PvE-Gruppen, die die Welt in Ruhe erkunden wollen.
Sammelraten erhöhen — Schneller Ressourcen abbauen, weniger Grind.
Sandwurm deaktivieren — Kein plötzlicher Tod durch Shai-Hulud mehr. Gut zum Bauen und Erkunden.
Baulimits ändern — Größere Basen erlauben oder die Anzahl der erlaubten Bauteile begrenzen.
Item-Haltbarkeit und Basen-Verfall — Festlegen, wie schnell Ausrüstung verschleißt und ob bzw. wie schnell verlassene Basen verfallen.
Erweiterte Battlegroup-Einstellungen (seit 1.4.5.0): Im Battlegroup-Editor stehen jetzt zusätzliche Director-Optionen bereit — etwa „Minimum Servers“ pro Karte. Diese angepassten Werte bleiben über Battlegroup-Neustarts hinweg erhalten, müssen also nicht nach jedem Neustart neu gesetzt werden.
Die Konfigurationsdateien liegen innerhalb der VM (im UserSettings-Ordner) und können über den Datei-Browser oder per SSH bearbeitet werden. Einstellungen, die nur einzelne Server (Karten/Dimensionen) betreffen, werden dagegen über den Battlegroup-Editor gesetzt. Seit Hotfix 1.5.3.1 gibt es für die neuen Custom-Einstellungen zusätzlich die UserServerCustomSettings.ini (siehe oben); dass Werte aus der ServerCustomSettings.ini nicht übernommen wurden, ist seit Hotfix 1.5.3.4 behoben.
Bis Update 1.4 gab es keine direkte Einstellung für die XP-Raten. Mit Update 1.5 ändert sich das: Laut Funcoms Meldung „The New Dune: Awakening Is Here“ vom 17. September 2026 steuerst du „in single-player and on self-hosted servers“ dieselben Regeln – Sandstürme, Sicherheitszonen (Hagga-Becken komplett PvP oder komplett PvE), Multiplikatoren für Sammelrate und Erfahrung, Bauteil-Limits, Item-Haltbarkeit, Basenverfall, Auto-Spawn von Sandwurm und Coriolis-Sturm, Verlust beim Tod und die maximale Zahl an Landansprüchen. Auf gemieteten privaten Servern hängt es vom Anbieter ab, welche dieser Optionen freigegeben sind. Ob die reinen Solo-Änderungen – Börse als Händler, Landsraad mit simulierten Gilden – auch auf eigenen Servern laufen, hat Funcom nicht bestätigt. Das Hilfecenter sagt dazu, dass sich über eigene ini-Dateien jede freigegebene Einstellung ändern lässt und dass jede Änderung einen Neustart der Battlegroup braucht.
Schritt 7: Freunde einladen
Nachdem alles läuft und die Ports freigeschaltet sind, gibst du deinen Freunden deine öffentliche IP-Adresse (findest du auf Seiten wie „wieistmeineip.de“). Sie geben diese IP im Spiel unter dem Server-Browser oder der Direktverbindung ein und können deiner Welt beitreten.
Seit Update 1.4.5.0 kann die Battlegroup ihre IP außerdem selbst zum Beitreten bewerben, und du kannst diese beworbene IP auch nachträglich ändern. Wählst du eine öffentliche IP, wird sie bei jedem Start bzw. Neustart der Battlegroup automatisch aktualisiert — das erspart dir das ständige manuelle Weitergeben einer neuen IP, falls sich diese ändert.
Falls nur Spieler im selben Netzwerk beitreten sollen (LAN-Party), reicht die lokale IP der VM ohne Port-Forwarding.
Charaktere mitbringen: Seit Update 1.5 können deine Mitspieler ihre Charaktere von offiziellen oder privaten Servern auf deinen Server umziehen – ohne Rückweg. Die genauen Regeln stehen oben im Abschnitt zu Update 1.5.
Alternative: Server mieten statt selbst hosten
Wenn dir das alles zu technisch ist oder dein PC die Anforderungen nicht erfüllt: Du kannst auch einen fertigen Server bei Anbietern wie Nitrado oder G-Portal mieten. Die übernehmen die komplette Technik — du zahlst einen monatlichen Betrag und bekommst eine fertige Battlegroup mit Web-Interface zur Verwaltung. Das spart dir den gesamten Einrichtungsaufwand.
Die Eigenhosting-Variante lohnt sich vor allem, wenn du bereits einen leistungsstarken PC oder einen gemieteten Root-Server (z.B. bei Hetzner) hast und gerne bastelst.
Häufige Probleme und Lösungen
Hyper-V lässt sich nicht aktivieren
Stelle sicher, dass die Hardware-Virtualisierung im BIOS eingeschaltet ist (Intel VT-x oder AMD SVM). Ohne diese Einstellung funktioniert Hyper-V nicht, auch wenn Windows Pro installiert ist.
Netzwerk bricht nach VM-Start ab
Wenn das Setup einen External Virtual Switch erstellt, übernimmt die VM den physischen Netzwerkadapter. Dein Windows-Host nutzt dann einen virtuellen Adapter namens „vEthernet“. Das ist normal und kein Fehler. Falls dein Internet danach nicht mehr funktioniert, prüfe ob der virtuelle Switch richtig konfiguriert ist: Öffne den Hyper-V Manager → Einstellungen → Virtuelle Switches.
Spieler können nicht beitreten
Prüfe: Sind alle Ports korrekt an die VM-IP (nicht die Host-IP) weitergeleitet? Ist die Windows-Firewall für die entsprechenden Ports geöffnet? Ist dein ISP möglicherweise ein Anbieter mit Carrier-Grade NAT (z.B. bei manchen Kabel-Providern), der Port-Forwarding verhindert? In dem Fall hilft nur ein VPN-Tunnel oder der Wechsel zu einem Anbieter mit echter öffentlicher IPv4.
Hinweis zu IP-Problemen: Falls Verbindungen früher abbrachen, weil DHCP trotz statischer IP plötzlich eine andere IP vergab, wurde dieser Fehler mit Update 1.4.5.0 behoben. Stelle sicher, dass dein Server auf dem aktuellen Stand ist.
VM startet nicht oder stürzt ab
Häufigste Ursache: Zu wenig RAM. Schließe andere Programme und prüfe im Task-Manager ob genug Arbeitsspeicher für die VM frei ist. Falls du wenig RAM gewählt hast und gleichzeitig spielst, kann es eng werden — aktiviere in dem Fall die Swap-Memory-Option (siehe Schritt 4).
Token wird nicht akzeptiert
Stelle sicher, dass du den Token für die richtige Version generiert hast — Live und PTC haben separate Tokens und separate Account-Seiten. Ein PTC-Token funktioniert nicht mit dem Live-Server und umgekehrt.
Häufige Fragen zum eigenen Dune-Awakening-Server
Was ist eine Battlegroup?
Die Battlegroup ist deine komplette Dune-Awakening-Welt. Sie besteht aus mehreren Servern gleichzeitig (Hagga-Becken, Tiefe Wüste, Overland Map, Arrakeen, Harko Village), die als separate Instanzen in einer virtuellen Maschine auf deinem Rechner laufen.
Brauche ich zwingend Windows Pro?
Ja. Nur Windows 10/11 Pro unterstützt Hyper-V, das für die VM nötig ist. Die Home-Edition reicht nicht. Zusätzlich muss die Hardware-Virtualisierung (Intel VT-x oder AMD SVM) im BIOS aktiv sein.
Welche Ports muss ich freigeben?
7777–7810 UDP für die Spielserver und 31982 TCP für RMQ – jeweils weitergeleitet an die IP der VM, nicht an die deines PCs.
Kann ich auf demselben PC hosten und spielen?
Ja, aber du brauchst viel RAM: Das Spiel selbst belegt rund 16 GB, dazu kommt die VM. Plane mindestens 48–64 GB ein und aktiviere bei knappem Speicher die Swap-Memory-Option.
Lohnt sich Mieten statt Selbsthosten?
Wenn dir das Setup zu technisch ist oder dein PC zu schwach, mietest du bei Nitrado oder G-Portal gegen eine monatliche Gebühr eine fertige Battlegroup mit Web-Verwaltung – ohne den ganzen Einrichtungsaufwand.
Was du mit deinem eigenen Server machen kannst
Ein paar Ideen, warum sich der Aufwand lohnt:
Solo-Welt zum Erkunden: Die gesamte Karte in deinem eigenen Tempo erkunden, ohne Zeitdruck durch den wöchentlichen Reset oder andere Spieler. Perfekt um das Endgame-Content zu testen.
PvE-Gilde ohne Störung: Deine Gilde kann in einer privaten Welt gemeinsam farmen, bauen und Teststationen pushen — ohne zufällige Griefer.
Rollenspiel-Server: Eigene Regeln, eigene Story, eigene Community. Dune Awakening bietet ein fantastisches Setting für RP-Server.
Bau-Sandbox: Sammelraten hochdrehen, Sandwurm ausschalten und in Ruhe die größte Festung auf Arrakis bauen.
Turnier-Server: Volle PvP-Server mit angepassten Regeln für organisierte Kämpfe zwischen Gilden.
Zusammenfassung
Self-Hosted Server in Dune Awakening sind ein mächtiges Feature, aber kein Plug-and-Play. Du brauchst Windows Pro, Hyper-V, eine AVX2-fähige CPU, genug RAM und etwas Geduld für die Netzwerk-Konfiguration. Dafür bekommst du deine eigene Welt mit eigenen Regeln — vom Solo-Abenteuer bis zum Gilden-Server.
Mit Update 1.4.5.0 (Juni 2026) hat Funcom die Hosting-Tools weiter verbessert — etwa nachträglich änderbare IP-Einstellungen und persistente Server-Parameter — und angekündigt, sie in kommenden Updates noch zugänglicher zu machen. Update 1.5 (September 2026) sorgt dafür, dass ini-Einstellungen korrekt bei den Spielern ankommen, und erlaubt den Umzug von Charakteren auf deinen Server.
Geprüft gegen die offiziellen Patchnotes zu Update 1.5 (Version 1.5.3.0) vom 17. September 2026, die Patchnotes zu 1.4.5.0 und den Hilfecenter-Artikel „How to Self-Host a World?" von Funcom, die Funcom-Meldung „The New Dune: Awakening Is Here“ vom 17. September 2026 sowie die Microsoft-Supportseite zum Ende von Windows 10; die Hotfixes 1.5.3.1, 1.5.3.4, 1.5.3.6 und 1.5.3.7 gegen die offizielle Patchnotes-Sammelseite auf duneawakening.com. Stand: 11.10.2026 (aktueller Hotfix 1.5.3.7 vom 9. Oktober 2026).
Weitere Dune Awakening Guides: PvE-Guide zur Tiefen Wüste · Spezialisierungen Guide. Mehr Guides zu anderen Spielen findest du auf der Guides-Übersicht.
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